Das Bullet Journal: eine Hilfe oder ein neuer Chaos-Faktor?

 

Nein, mein Leben ist kein Chaos.

Wenn man es einfach betrachtet, gehe ich einem festen Job nach, führe meinen Haushalt, versorge meine Fellnasen- Bande, koche sehr gern, genieße die Natur und würde mich als ausgesprochen humorvollen Menschen bezeichnen.

Das gewisse Chaos beginnt in dem Moment, wenn es um meine Freizeitgestaltung geht. Es gibt viele Bereiche, die mich unheimlich interessieren und auch faszinieren

Das Chaos entsteht nur in dem Moment, wenn ich versuche alles unter einen Hut zu bekommen. Es fällt mir ausgesprochen schwer Prioritäten zu setzen, wenn es um meine Hobbys und Interessen geht.

Nun stieß ich zufälligerweise im Internet auf den Begriff: Bullet Journal!  Genau DAS scheint die perfekte Lösung für mich zu sein: eine Mischung aus einem Notizbuch, Kalender, Tagebuch und Ideensammlungsbuch.

Wer näheres dazu lesen mag, schaue doch einfach mal hier, denn hier wird es toll erklärt: Bullet Journal oder hier bei der lieben Michelle!

Ich habe mir natürlich sofort ein Notizbuch von Leuchtturm bestellt….nicht blanko, liniert, rautiert oder kariert, nein: dotted! Dotted bedeutet, dass statt Karos dort kleine Pünktchen sind. Mir gefällt das gut: einerseits hat man eine Orientierung beim Schreiben und auf der anderen Seite sieht es auch schöner aus, weil die Dots sehr dezent sind.

Und wer nun denkt, dass damit das Wichtigste erledigt ist, und das Chaos im Kopf nun weicht, dem muss ich sagen: nein, bei mir war es nicht so! Bei der Recherche zum Aufbau des Bullet Journals stolpert man über Themen wie Handlettering bei Christian oder Sketchnotes bei Frau Hölle! Alles wahnsinnig interessant und vor allem kreativ, d.h. es kreisen nun noch mehr Ideen in meinem Kopf umher

Nun aber wieder zurück zum Bullet Journal. Jeder, wer sich dazu entschließt ein Bullet Journal für sich anzulegen, sollte sich im Vorfeld überlegen : welche Bereiche brauche ich für mein Leben überhaupt? Das Führen eines Bullet Journals (BuJos) soll Freude bereiten und nicht in zwanghafte Arbeit ausarten.

Der Vorteil den das Notizbuch von Leuchtturm bietet: es enthält ein Inhaltsverzeichnis und alle Seiten sind nummeriert.

Bei meiner Recherche im Internet musste ich schnell feststellen, dass alle nur englische Begriffe verwenden: future log, weekly spread, daily spread, month spread, habbit tracker, Goals, Notes, Gratitude, to do, doodles, brushlettering, handlettering……und noch viele andere Begriffe, durch die ich mich durcharbeiten musste. Daher für alle, die noch nichts mit dem Bujo zu tun hatten, erkläre die Begriffe mit einfachen Worten:

  • Future log: Jahreskalender mit Platz zum notieren von Terminen/ Ereignissen
  • Monthly spread: Monatsübersicht mit Platz zum notieren von Terminen und anderen Dingen (zb to-do- Liste, Essenplan….)
  • Weekly spread: Wochenübersicht mit Platz zum notieren von Terminen und anderen Dingen (zb to-do- Liste, Essenplan….)
  • Daily spread: Tagesübersicht
  • Goals: eine Übersicht, in der man seine Ziele benennt. Diese Übersicht kann in jeder Übersicht integriert werden- je nachdem wie man es benötigt
  • Habbit Tracker: eine Tabelle in welche man Gewohnheiten, die man im täglichen Leben etablieren möchte einträgt, oder auch Dinge, über die man einen Überblick haben möchte. Was das genau bedeutet, werde ich in einem separaten Beitrag erklären.
  • Notes: Raum für Notizen
  • Gratitude: Raum für Dankbarkeit
  • Lists: Listen für all die Dinge, die man gern aufgelistet haben möchte: das können z.B. Lieblingsgerichte, Bücher, Routine, Geschenkideen, Haushaltsplan oder auch auch einfache Lieblings-Link-Listen sein. Diese Listen legt man nicht jeden Monat neu an, sofern es Auflistungen sind, die immer Bestand haben und immer ergänzt werden können. Eine To do Liste legt man mehrfach an, jeden Monat oder jede Woche oder auch jeden Tag Jeder so wie er mag- das ist ja das tolle am BuJo
  • doodles: aus dem englischen übersetzt bedeutet es Kritzelei- ob nun damit gekritzelte Worte oder auch kleine Zeichnungen gemeint sind, das entscheidet jeder für sich.
  • brushlettering: das Schreiben mit einem Pinsel oder Pinselstift (brushpen)
  • handlettering: kurz gesagt: die Kunst des schönen Schreibens

Letztendlich ist es egal ob man mit einem Kugelschreiber, Füllfederhalter, Bleistift oder Filzstift in seinem BuJo schreibt, scetched oder doodled. Ich selbst teste gerade selbst noch verschiedene Fineliner und Brushpen, so dass ich an dieser Stelle noch keine Empfehlung aussprechen möchte.

Und wie all diese Dinge mein Chaos beseitigen sollen, dass berichte ich in meinem nächsten Beitrag anhand von Beispielen aus meinem Bullet Jornal.

Schreibt mir doch mal in die Kommentare wie ihr euch organisiert: habt ihr einen handelsüblichen Kalender, in dem euch vorgegeben wird, wie viel Platz ihr wofür zur Verfügung habt? Oder läuft eure gesamte Organisation über das Smartphone?

Bis bald!

 

 

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5 Gedanken zu “Das Bullet Journal: eine Hilfe oder ein neuer Chaos-Faktor?

  1. In einem meiner nächsten Beiträge erläutere ich meinen HabbitTracker mal etwas genauer und zeige auch das eine oder andere Foto. Da ich ja weiß wie gern du nähst und bastelst, könnte das BuJo sicher auch etwas für dich sein…denn kreativ bist du ja definitiv! LG Diana

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